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"Ernemann" Zimmer

1899 gründete der Dresdner Kaufmann Heinrich Ernemann
die „Heinrich Ernemann AG für Camerafabrikation in Dresden“ und bereits 1903 erschien das erste Mal das bekannte Warenzeichen, die Lichtgöttin, das bis Ende 1920 alle Ernemann- Produkte trugen. Kameras und Filmprojektoren waren Schwer-
punkt der Produktion.
Ab 1908 fertigte die Ernemann AG dann die ersten eigenen Objektive.
Ein Jahr später stellte die Firma mit dem 35-mm-Projektor „Imperator“ den wohl erfolgreichsten Filmprojektor vor dem
Ersten Weltkrieg her.
Damit war Ernemann der technische Wegbereiter des Erfolgs des Kinos.

Das „Ernemann“ – Zimmer lässt die Erfolgsgeschichte dieses  Unternehmens wieder aufleben und lässt Sie „Filmluft“ atmen.

 

 


"Sarrasani" Zimmer

Angefangen hat alles mit Hans Stosch, dem Dressur-Clown, der sich ab 1892 den Künstlernamen „Giovanni Sarrasani“ gab.
Am 22. Dezember 1912 wurde in Dresden das „Circus-Theater 5000“ am Königin-Carola-Platz, der erste feste Zirkusbau Europas für 3860 Personen, mit einer grandiosen Wohltätigkeitsveranstaltung unter Anwesenheit der königlichen Familie eingeweiht. „Die Eröffnung des Zirkus Sarrasani war die Sensation dieses vierten Advents für die hiesigen Gesellschaftskreise.“ (Dresdner Neueste Nachrichten, 1912) Schon 1926/27 gab es zwei Riesenzelte für je 10.000 Zuschauer, 800 Mitar-beiter, 250 Pferde, 100 Raubtiere, 22 Elefanten und 175 Fahrzeuge.
Seit 2000 leitet der 1972 geborene André Sarrasani den Traditions- und Familienbetrieb. Er entwickelte den traditionellen Zirkus zu einem Entertainment-Unternehmen, das Events von der Großillusion bis zur Dinner-Varieté –Show „Trocadero“ veranstaltet.

Im farbenfrohen „Sarrasani“ – Zimmer schnuppern Sie Zirkusluft, träumen von Tigern, Elefanten und Clowns und lassen sich unter dem Chapiteau wieder in Ihre Kinderzeit versetzen.


"Lingner" Zimmer

1892 gründete Karl August Lingner das „Dresdner Chemisches Laboratorium Lingner“, wo er bereits ein Jahr später mit der Herstellung eines Mundwassers unter dem Namen „Odol“ begann (von griech. óδούς (odous) – Zahn und lat.oleum – Öl).

„Odol“ machte Lingner zu einem der wohlhabendsten Unternehmer des Landes und ermöglichte ihm einen für damalige Verhältnisse fürstlichen Lebensstil. Die Villa Stockhausen in Dresden und das Schloss Tarasp in der Schweiz zählten zu seinem Immobilienbesitz.
Er war Mitglied im elitären Kaiserlichen Motorjachtklub und fuhr als Vorsitzender des Sächsischen Automobilklubs einen Mercedes. Er liebte rauschende Feste und sein Orgelspiel.
In der wilhelminischen Gesellschaft stieg er bis zum Rang einer Excellenz auf, einem Ministerrang ehrenhalber vergleichbar, während ihm der erhoffte Adelstitel allerdings versagt blieb.
Seinen letzten Wohnsitz, die von Adolf Lohse erbaute Villa Stockhausen, genannt Lingnerschloss, vermachte Karl August Lingner der Stadt Dresden „zum Besten der Bevölkerung von Dresden und Umgebung“.

Im „Lingner“ – Zimmer erfahren Sie die Erfolgsgeschichte dieses Dresdner Unternehmers in allen Einzelheiten und lassen sich vielleicht zu einem Besuch im Lingner-Schloß anregen.
Dresden feiert 2011 den 150. Geburtstag des Unternehmers und das 100. Jubiläum der ersten Hygiene-Ausstellung mit dem „Lingner-Jahr“.
Tickets zu zahlreichen Festveranstaltungen, Vorträgen, Ausstellungen und Konzerten während des ganzen Jahres buchen wir gerne für Sie.

LINKS:
Hygienemuseum Dresden

Lingnerjahr 2011
Lingnerschloß Dresden


"Melitta" Zimmer

 Als 35-jährige Dresdner Hausfrau und Mutter experimentierte sie, um den Kaffeesatz im fertigen Kaffee zu vermeiden, mit Löschblättern aus dem Schulheft ihres Sohnes, die sie in einen Messingtopf legte, dessen Boden sie mit Nägeln durchlöchert hatte; der „Urfilter“ war geboren. Als die Zubereitung von kaffeesatzfreiem Kaffee in ihrem Freundeskreis auf allgemeine Begeisterung stieß, entschloss sie sich, ihre Idee zu vermarkten.
Das kaiserliche Patentamt erteilte am 20. Juni 1908 Gebrauchsmusterschutz, am 15. Dezember wurde das Unternehmen mit einem Eigenkapital von 73 Pfennigen in das Handelsregister eingetragen.
Heute ist das von Melitta Bentz gegründete Unternehmen, die Melitta Unternehmensgruppe Bentz KG, eine internationale Gruppe mit 3.300 Beschäftigten, die von ihren Enkeln Thomas und Stephan geführt wird.
Melitta Bentz verstarb 1950, 77-jährig in Holzhausen. Ihr zum Gedenken gibt es heute in Dresden die Melitta-Straße und im LINDENHOF das “Melitta“- Zimmer mit zahlreichen Original-Exponaten aus der Melitta-Zeit.

 


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